FREIE PLÄTZE: 2

Inklusion

Wie wir zur Inklusions Tagespflege wurden

2015 habe ich als Tagesmutter eine Zusatzqualifizierung vom LVR begonnen, zum Thema "Inklusion in Kindertagespflege". 
Damals hatte ich schon ein Kind mit Cerebralparese in Betreuung. 
Wichtig war dabei auch der Austausch mit den Eltern und einer Therapeutin. 
Zeitgleich zum Kurs merkten wir bei unserem damals einjährigen Sohn, dass irgendwas nicht nach "Norm" lief. Die Suche nach der Diagnose lief fast einandhalb Jahre und lautete dann "Frühkindlicher Autismus". Es ist bei unserem Sohn stark ausgeprägt. 
Durch den Kurs waren wir also privat und beruflich gut aufgestellt. 

Unsere Erfahrungen in diesem Bereich wachsen immer mehr durch die Tageskinder und unseren Sohn. 

Zuletzt durften wir ein blindes Mädchen ein Jahr lang betreuen. Es war eine tolle Aufgabe und hat uns wieder an Erfahrung wachsen lassen. Wir waren in sehr gutem Austausch mit den Eltern und auch mit der Sehfrühförderung. Diese kam alle zwei Wochen zu uns in die Tagespflege und lud mich auch zu einer Fortbildung beim LVR zum Thema Sehbehinderung ein. 

Was Inklusion bei uns bedeutet 

Wenn Eltern uns das große Vertrauen entgegen bringen, ihr behindertes Kind in unsere Betreuung zu geben, wollen wir den bestmöglichen Start für die Familie. 

Bevor wir also das Kind aufnehmen, setzen wir uns mit den Eltern zusammen und notieren alles was das Kind ausmacht, welche Hilfen und Förderung es benötigt und wo es zur Zeit in der Entwicklung steht. Berichte von Ärzten und Therapeuten sind uns eine große Hilfe um uns nochmal genauer mit dem Behinderungsbild und der Ausprägung beim Kind auseinander zu setzen. Wir wollen sehr gut auf das Kind vorbereitet sein. Im Gespräch überlegen wir gemeinsam mit den Eltern ob die Beantragung einer zusätzlichen Hilfe nötig ist oder nicht. Dies kann man aber auch später noch entscheiden. Außerdem sind uns auch Therapeuten sehr willkommen. Therapeuten können uns noch mal Anleitungen geben wie wir das Kind individuell fördern und worauf wir achten sollen. Nebenbei sehen die Therapeuten wie sich das Kind in der Gruppe verhält und entwickelt und kann die Therapie gegebenenfalls anpassen. Wir profitieren also alle aus dem gemeinsamen Austausch. Vor allem das Kind. 

Nebenbei helfen wir den Eltern auch sehr gerne sich im Pflegedschungel zurecht zu finden. Was steht dem Kind zu? Was kann die Familie beantragen? Wo bekommen wir weitere Hilfen? Dies sind alles Dinge die wir aus persönlichen Erfahrungen wissen und teilen können. 


Das Wichtigste aber ist:

Das Kind soll sich als Teil der Gruppe sehen und fühlen! Dabei unterstützen wir es sehr gerne.